Der Weg zur Enthüllungs-Story

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Seco-Affäre 

Am 30.Januar 2014 erscheint im Tagesanzeiger der Artikel „Das SECO vergab Millionen-Aufträge unter der Hand“ – Wie kommt man an eine solche Story?

Christian Brönnimann erläutert am #JourTag14 wie die Korruption in dem SECO ans Tageslicht kam.

Der Tagi-Journalist erzählt von Höhepunkten und Schwierigkeiten im Aufdeckungsprozess. Und betont dabei, wie wichtig die Transparenz, der Öffentlichkeits- sowie Whistleblowerschutz ist.
Besonders Mitarbeiter, welche dem Ursprung der Story besonders nahe sind, erweisen sich dabei häufig als unersetzbare Informanten.

Ob man einer Quelle vertraut oder nicht, verlange besonders in der digitalisierten Welt, immer mehr journalistisches Feingefühl und gute Instinkte. Ein Plädoyer für guten Recherchejournalismus, welcher genau in der zunehmend komplizerten Welt erheblich zur Aufdeckung von Missständen beiträgt.

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Millionen in Steuerparadiesen von Pascal Schumacher

Hat die Ammann-Gruppe hinterzogen? Pascal Schumacher, SRF-Runschau, lieferte uns einen Einblick in die laufende Recherche bezüglich des Falles Ammann-Gruppe. Die Recherchen sind schon seit 2.5 Jahren am laufen und erweisen sich als besonders aufwändig, da der Schweizer Bundesrat Johann Schneider-Ammann vor seiner Amtszeit ebenfalls in der Firma tätig war. Mit der Recherche scheint Schumacher auf ein brisantes Thema gestossen zu sein. Weder die Eidgenössische Steuerverwaltung noch Steuer-Experten sind bereit, zu diesem Thema Stellung zu beziehen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt kann man sich nicht festlegen, ob die Ammann-Gruppe tatsächlich Steuern hinterzogen oder legal gehandelt hat.

Die Firma besitzt zwei weitere Tochterfirmen; eine davon auf der Kanalinsel Jersey. Nun sind Dokumente aufgetaucht, die eine Verwaltung der Tochterfirma von 150 Millionen CHF belegen. Doch wie sich herausstellte wurde diese Summe nicht auf Jersey, sondern in der Schweiz erwirtschaftet.DSC_0116

Schumann: “Der Kanton Bern hat im Fall der Ammann Group beide Augen zugemacht.”

Die eidgenössische Steuerverwaltung sowie weitere mögliche Quellen scheinen hierbei die Konfrontation mit der Ammann-Gruppe gescheut zu haben. Da es sich hierbei um ein politisch heikles Thema handelt, waren wenige Experten dazu bereit, namentlich aufzutreten. Auch das SRF Team stand dabei unter grossem politischen Druck.
Pascal Schumacher zieht am Ende des Vortrags das Fazit: “Recherchen sind manchmal beinahe unmöglich weiterzuführen. Es gibt zu wenig Transparenz in der Schweiz”.

Die Teilnehmer des Vortrags äusserten sich mit teils kritischer Rückmeldungen auf Twitter. Frau Dani Brandt korrigierte Schumacher während des Vortrags, Schneider-Ammann hätte gar nichts falsch gemacht.

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