Lobbywatch.ch – wenig Interesse für undurchsichtige Politik

Lobbyismus beschäftigt das Schweizer Volk. Anscheinend nicht, denn kaum jemand interessiert sich für die Lobbypolitik in der Schweiz. Dies will lobbywatch.ch ändern und sammelt fleissig Informationen über unsere Parlamentarier mit dem Ziel, öffentlich darzustellen, wer die Schweizer Milizparlamentarier überhaupt sind. Thomas Angeli und Otto Hostettler vom Beobachter stellen ihr gemeinsames Projekt vor.

Lobbywatch.ch ist eine Datenbank aller Politiker, die im Parlament vertreten sind. Ehrenamtlich und nebenberuflich recherchieren rund 30 Interessierte verschiedene Fakten über das Schweizer Parlament und decken auf, wer die vom Volk gewählten Politikerinnen und Politiker sind und was sie machen.

Man versucht also, eine Übersicht des vernetzten Wirrwarrs im Parlament zu erstellen. Spannend dabei ist, dass alle Volksvertreterinnen und Volksvertreter das Recht besitzen, jeweils zwei Gäste an die Sessionen im Parlament mitnehmen zu dürfen. Diese werden zwar immer kontrolliert, aber nicht publiziert. Lobbywatch.ch zeigt auf ihrer Homepage, wer diese „Gäste“ sind und inwiefern diese mit der Schweizer Politik zu tun haben. Ganz nach dem Motto: „Mehr Transparenz in der Politik!“.

 

Trotz grossem Potenzial für gute Geschichten, wird der Lobbyismus im öffentlichen Diskurs kaum wahrgenommen. Eine Lücke im Journalismus? Gemäss Otto Hostettler schon und er hofft, dass lobbywatch.ch immer mehr an Bedeutung in der Schweizer Politik gewinnen wird.

Bildschirmfoto 2014-11-05 um 15.09.37

 

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