Die Flüchtlingsfrage und die Medien: Solidarischer Journalismus – geht das?

Die Flüchtlingsthematik beherrscht seit Monaten die Medien und ihr Publikum. Die Empathie gehört zum Menschsein dazu – doch ist es nicht die Aufgabe des Journalismus, als die sogenannte „vierte Gewalt im Staat“ die Bevölkerung faktisch, aktuell und sachlich zu informieren? Haben Emotionen überhaupt Platz?

Von Jessica Bischof, Claudia Schmid, Larissa Rüegg, Jana Cucchia, Fabienne Naef, Manuela von Arx, Simona Duermüller


Die verschiedenen Genres beziehen hier unterschiedliche Stellungen. Eric Gujer, Chefredakteur NZZ, gibt vor, dass ein Journalist die Welt nie misanthropisch betrachten darf. Ein guter Journalist sollte zwischen Meinungen, Fakten und Emotionen trennen. Empathie betrachtet Gujer als nicht so gute Kategorie. Res Strehle, Chefredakteur vom Tagesanzeiger, fällt ins Wort. Empathie gehöre zum Journalismus und zum Menschsein. Der Journalismus solle sich an Fakten orientieren, jedoch nicht ganz emotionslos sein. Strehle betitelt die Blick-Beiträge als kitschig.

Boulevardjournalismus müsse die Emotionen treffen. Er sei laut aber nicht kitschig, konterte René Lüchinger vom Blick.

Anschliessend meinte Eric Gujer, dass Journalisten Fakten liefern und eine konsistente Meinung vertreten. Sie sollten in eine Richtung schreiben. Eine zu emotionale Berichterstattung würde er auf jeden Fall ablehnen. Er glaube an eine unabhängige Meinungsbildung auch ohne Emotionen im Bericht anheizen.
Sie wollen Fakten liefern und eine konsistente Meinung vertreten. Sie sollte in eine Richtung schreiben (Beispiel der Spiegel zur Wiedervereinigung). Eine zu emotionale Berichterstattung würde er auf jeden Fall ablehnen.

Er glaubt an die Meinungsbildung, nüchtern bleiben und die Emotionen nicht anheizen.

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Emotionen waren auch beim anschliessenden Kurzinterview mit Marlis Prinzing das Thema. Sie zeigte den Zusammenhang von Journalismus und dem eher neueren Phänomen “Shitstorm” auf.

Wie soll der Journalismus mit Shitstorms umgehen?

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Marlis Prinzing plädiert zudem für mehr Verantwortung:

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