Kommentar: Service Public – Nichts Neues!

Anlässlich des JournalismusTag15 diskutierten unter Moderation des Tagesschau-Moderators Franz Fischlin, Ruedi Matter (SRF Direktor), Christoph Lenz (Blick-Journalist), Verena Vonarburg (Direktorin Verband Schweizer Medien).

Von Sophie Lierow, Laura Oderbolz, Sabrina Schmid, Ravena Frommelt, Dafina Eshrefi, Linus Herrsche


 

„Q-Club: Service Public – Was hat das mit uns Journalisten zu tun?“ Das war die eigentliche Fragestellung der Diskussionsrunde. Wir fühlen uns als junge angehende Journalisten mit dieser Frage direkt angesprochen und erwarteten darauf klare Antworten. Die gewünschten Antworten blieben jedoch aus. In der Diskussion stand die SRG als medialer Grundversorger zum einen, und deren Finanzierung zum anderen im Mittelpunkt. Bereits bei der Wahl des Vortrags befürchteten wir eine solche Fokussierung auf die SRG. Wie erwartet verlief das Gespräch unproduktiv, unter ständigem Schlagabtausch.

Zu Beginn der Diskussionsrunde stellte Franz Fischlin den Beteiligten die Frage, was für sie Service Public sei. Schon da war klar, dass die Diskussion nicht ansatzweise auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden kann. Laut Ruedi Matter gehört die SRG zur Schweiz . Ohne sie wäre die Schweiz ärmer. „Wir gehören nicht der Politik, sondern dem Publikum!“

Es wird oft darüber gesprochen, dem Publikum auf Augenhöhe zu begegnen. Wie dies jedoch genau umgesetzt werden soll, war und ist uns nach wie vor unklar.

„Jede Unternehmung muss transparent sein, wenn sie von öffentlichen Geldern finanziert wird“, sagte Gabriele Siegert von der Eidgenössischen Medienkommission (EMEK). Gemäss Vonarburg kann sich der Medienlaie aus den aktuellen Zahlen, welche die SRG erst kürzlich veröffentlicht hat, kein konkretes Bild machen. Matter fügte hier hinzu, dass eine zusätzliche Referenzgrösse notwendig wäre.

Eine weitere Frage, die Fischlin in die Runde warf:  „Wie sieht die Schweizer Medienlandschaft in fünf Jahren, sprich, im Jahr 2020, aus?“.

Abzuwarten ist als Antwort auf diese Frage der 15. Dezember 2015, an dem die EMEK ihre Vorstellung des Service Public präsentieren wird.

Wir wissen alle, dass es vordergründig nicht um die Hinterfragung der SRG gehen sollte, sondern um die klar umrissene Definiton des Begriffes des Service Public. Legen wir also heute schon den Grundstein für den #JourTag16!

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